Laserschneiden: Vor- und Nachteile

Laserschneiden

Beim Laserschneiden handelt es sich um ein thermisches Trennverfahren, bei welchem mittels eines Laserstrahls plattenförmiges Material wie z.B. Metallbleche geschnitten wird. Dank modernen Laseranlagen eignet sich das Verfahren auch für dreidimensionale Körper und wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine präzise, berührungslose und schnelle Bearbeitung gefordert wird. Dementsprechend bietet das Verfahren zahlreiche Vorteile und wird auch bei Herstellung dreidimensionaler Durchbrüche und an schlecht zugänglichen Stellen verwendet.

Laserschneiden - die Vorteile

Bereits bei niedrigen Losgrößen ist das Laserschneiden wirtschaftlich einsetzbar, und zwar nicht nur bei Metallen, sondern auch bei Kunststoffen, Glas, Keramik, Leder u.s.w. Zu den größten Vorteilen des Laserschneidens gehört auch die Fertigungsgeschwindigkeit und Qualität, da der Laserstrahl im Tausendstel Millimeter-Bereich arbeitet. Die Kosten und Preise sind von zahlreichen Faktoren abhängig, z.B. von Art und Stärke des zu bearbeitenden Materials. So kann beispielsweise Edelstahl deutlich schneller und dementsprechend auch kostengünstiger geschnitten werden als Aluminium. Dementsprechend hat das Laserschneiden im Vergleich zu anderen Schneidverfahren zahlreiche Vorteile, aber auch Nachteile.

Eine sehr hohe Schnittgeschwindigkeit und kurze Bearbeitungszeit sind ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens. Auch die hohe Flexibilität und geringe Mindeststückzahlen sprechen dafür, genauso wie eine automatische und programmierbare Bearbeitung. Die hohe Materialausnutzung sorgt dafür, dass das Verfahren auch bei Einzelteilen wirtschaftlich lohnenswert ist. Moderne Anlagen garantieren je nach Werkstoff schmale und saubere Schnittkanten, die kaum Nachbearbeitung benötigen.

Laserschneiden - die Nachteile

Ein Nachteil ist jedoch, dass dem Material während der Bearbeitung Wärme zugeführt werden muss, was bei bestimmten Materialien Gefügeveränderungen verursachen kann. Die unvermeidbare Hitzeentwicklung des Laserstrahls kann in Materialien auch Mikrorisse oder Verzug verursachen. Ein weiterer Nachteil sind die Anlagenkosten, die anfänglich ganz hoch sein können und auch einen besonderen Arbeitsschutz verlangen. Je nach Quelle des Laserstrahls wird auch ein hoher Einsatz an Elektroenergie benötigt, was zusätzliche Kosten verursacht. Dazu gehört auch ein großer Gasverbrauch, u.a. Prozess- und Blasgas sowie Gase für Gaslaser, wobei vor allem das Helium sehr teuer ist.